
Weihnachtsrezepte mit Hanf – natürlich, einfach, wohltuend
Die Winterküche orientierte sich schon immer an dem, was der Körper in der dunklen Jahreszeit braucht: Wärme, Nährstoffe, Ruhe. Hanfsamen, früher ein selbstverständlicher Bestandteil der Schweizer Hausküche, sind genau dafür gemacht. Sie bringen gute Fette, leicht verdauliches Eiweiss und einen milden, nussigen Geschmack auf den Teller – ohne Schnickschnack, ohne Zusätze.
Und genau diese Schlichtheit, dieses „Zurück zu den Wurzeln“, macht unsere weihnachtlichen Hanfrezepte aus. Drei kleine, feine Ideen, die du sofort nachkochen kannst – allergenarm, alltagstauglich und ideal für Menschen, die natürliche Lebensmittel schätzen.
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Hier findest du:
- eine frische Vorspeise mit Hanfsamen-Pesto,
- einen vegetarischen Festtagsbraten mit Hanf-Füllung,
- und ein feines Schokoladenmousse mit Hanfsamen-Crunch.
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Alle Rezepte lassen sich leicht umsetzen – ganz ohne Hektik und mit Zutaten, die Körper und Seele guttun.
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Wir wünschen dir genussvolle Feiertage, ein warmes Herz und viele harmonische Momente am Tisch.
Herzlich,
Roger
Der Hanf-Roger – Harmonius
Liebe Besucherinnen und Besucher, liebe Testerinnen und Tester,
die gerne diese Rezepte nachkochen möchten.
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Aus all den Jahren, in denen ich in Küchen gearbeitet habe, kann ich euch eines wirklich ans Herz legen: Die Mise en Place ist das A und O. Bereitet alles in Ruhe vor, noch bevor die Pfanne warm wird. Schneidet, wiegt ab, stellt bereit – so, dass jede Zutat in Fingernähe ist. Es gibt kaum etwas Ärgerlicheres, als mitten im Kochen zu merken, dass genau die Zutat fehlt, die dem Gericht seine Seele geben sollte. Das ist schade für das Essen und genauso schade für eure Zeit und euer Herzblut.
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Und vergesst nicht die kleinen Helfer, die man viel zu oft unterschätzt: Gabeln, Löffel, Gummispachtel, Schöpfkellen, Schneebesen, ein scharfes Messer, ein guter Holzlöffel. Auch diese Dinge sollten vorbereitet und am richtigen Platz liegen. Früher war es selbstverständlich, dass jedes Werkzeug bereitlag, lange bevor der erste Topf auf den Herd kam – und diese alte Schule hat ihren Sinn. Denn wer alles griffbereit hat, kocht nicht nur entspannter, sondern auch konzentrierter und mit deutlich mehr Freude.
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Eine gute Mise en Place ist mehr als nur „Vorbereitung“. Sie ist ein stilles Ritual, das euch Sicherheit schenkt, euch Stress erspart und die Qualität eures Essens hebt. Wenn alles bereitsteht, könnt ihr euch ganz auf das Kochen einlassen – und genau dort beginnt der wahre Genuss.
Rezept 1
Winterlicher Blattsalat mit Hanfsamen-Pesto


Zutaten (für 4 Personen):
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100 g Feldsalat oder Wintersalat
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Optional + 50 g Rucola darunter mischen
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3 EL (1EL ca. 15 g) geschälte Hanfsamen
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1 Bund frische Petersilie
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Optional halb/halb mit frischen Korianderblättern)
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2 EL Hanföl
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2 EL frisches Olivenöl
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Saft von ½ Zitrone
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1 EL feinen weissen Balsamico / Weissweinessig
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Salz, Pfeffer
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Granatapfelkerne zum Garnieren
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geröstete Hanfsamen zum Garnieren
Zubereitung:
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Salat waschen und gut trocknen.
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die Hälfte der Hanfsamen, Petersilie, Koriander, Zitronensaft, Hanföl und Olivenöl und den weissen Balsamico fein pürieren. Im Küchenmixer oder mit dem Stabmixer.
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Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
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Salat mit dem Pesto über träufeln und mit Granatapfelkernen und gerösteten Hanfnüssen garnieren.
Rezept 2
Festtagsbraten ohne Fleisch mit Hanfsamen-Füllung
Zutaten (für 4 Personen):
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200 g gekochte Linsen
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100 g Haferflocken fein
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60 g geschälte Hanfsamen
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1 grosse Karotte, fein geraspelt mit der Bircherraffel
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1 EL Sojasauce oder Tamari - Vorsicht, dass du nicht zu viel davon nimmst. Du kannst immer ein wenig nachsalzen.
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1 TL Rosmarin (ich nehme eine gute Brise von meinem Trockenkräuterglas).
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2 EL Hanföl
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2 EL Olivenöl
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ca. 4 EL Randensaft
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eine Brise frische Zitronenzeste (halbe bis eine ganze Zitrone)
Zubereitung:
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Mische alle Zutaten von oben in einem Becken und knete es gut durch bist du einen Teigartige Konsistenz bekommst. Je nach Farbe kannst du noch etwas mehr Randensaft beimischen. Abschmecken und mit Salz und Pfeffer nachwürzen.
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Ich habe nun 2 verschiedene Braten gemacht.
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- Einmal einfach in eine Backform geben (braucht mind. 1 Std. bei 170 Grad im Umluftofen).
- Ich habe gut 1/3 von der Masse geformt, gewürzt und angebraten. Danach habe ich Schalloten, Knoblauch und Champignons angebraten. * Diese Masse habe ich auf einen Urdinkel Blätterteig gestrichen und die Filetförmige Masse eingewickelt. Der Teig kannst du mit einem Eigelb oder mit ganz wenig Wasser und Kurkuma anstreichen. Die Blätterteigform braucht nur 40 Minuten im vorgeheizten 170 °C heissen Ofen.
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* Ich liebe halt einfach eine feine Sauce dazu. So habe ich nach den Champignons andünsten etwas braune vegane Bratensauce genommen, ein wenig Senf, Tomatenpüree andünsten und mit Rotwein ablöschen. Ist die Sauce zu dick, dann mehr Rotwein oder etwas heisses Wasser beifügen.
Dazu passen Gemüse, Pommes und auch Bratkartoffeln mit Rosmarin.
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Rezept 3
Schokoladenmousse mit Hanfsamen-Crunch


Zutaten (für 4 Personen):
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100 g dunkle Schokolade
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200 ml Schlagrahm oder vegane Alternative
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35 g geschälte Hanfsamen
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50 g Rohrzucker
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Optional 1 sehr kl. Prise Meersalz
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Beeren oder Orangenfilets
Zubereitung:
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Hanfsamen mit Zucker kurz karamellisieren, mit Salz (ganz wenig) verfeinern. (Sobald der Zucker geschmolzen ist, die Nüsse beimischen, umrühren und auf eine Steinplatte oder Blech auf Backpapier streichen. Abkühlen und 2/3 zerstampfen, fast pulverisieren)
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Schokolade im Wasserbad schmelzen und leicht abkühlen lassen.
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Rahm steif schlagen, Schokolade und das pulverisierte Hanfkrokant behutsam unterheben.
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Diese Masse in einen Spritzbeutel abfüllen und
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Mousse in Gläser füllen, für mind. 4 Std. kühl stellen. Mit den Crunch Stücken und Früchten dekorieren und servieren